Informationen auf Vertrauenswürdigkeit prüfen? Ganz einfach!

Wer soziale Medien wie Facebook, Twitter oder Messenger-Dienste wie Whatsapp oder Telegram nutzt, kommt fast immer mit Falschmeldungen in Kontakt. Häufig als Fake-News bezeichnet, kommen sie in unterschiedlichen Formen – als Sprachnachrichten, Links zu falschen Gesundheitstipps und dubiosen Heilmitteln oder Videos mit Verschwörungstheorien. Das Problem ist: Beispielsweise auf YouTube können alle die Videos einsehen und im Zweifel an das Unternehmen melden. Nachrichten in privaten Unterhaltungen bleiben jedoch verschlossen. Bei Nachrichten von geschätzten Freunden, Kollegen oder Familienmitgliedern tendieren wir dazu, ihnen besonders viel Wert beizumessen.

 

Falschmeldungen werden nicht notwendigerweise bewusst verbreitet. Doch egal ob wissentlich oder unwissentlich, das Resultat bleibt gleich: Falschmeldungen führen zu Verunsicherung oder gar Panik. Emotionale oder provozierende Nachrichten verbreiten sich schneller, als gut recherchierte Fakten. Desto wichtiger ist es, sich nicht daran zu beteiligen, sondern Ruhe zu bewahren. Besser löschen, als Quatsch weiterzuverbreiten. 

Du möchtest wissen, ob du es mit einer Falschnachricht zu tun hast?

Diese Fragen & Tools werden dich auf die richtige Spur führen

Quelle

Wird im Artikel/in der Nachricht die Originalquelle genannt?
Vergleiche den Artikel/die Nachricht mit dieser Originalquelle.

Suche nach der exakten Überschrift des Artikels/Textes auf Google
, indem Du Anführungszeichen benutzt, um die Originalquelle zu finden. Beispiel: “COVID-19 – Die Todesrate steigt”

Weist der Artikel/die Nachricht grammatische Fehler auf?
Lass den Text per Google Translate wortwörtlich in andere Sprachen übersetzen und suche die Überschriften oder Paragraphen mit Anführungszeichen um die Originalquelle zu finden.

Bilder / Videos

Nutze Reverse Image Search, um zu sehen, ob Fotos in Artikeln oder Nachrichten echt sind und nicht aus anderen Kontexten gegriffen sind. Dies kann auch für Profilbilder in den sozialen Medien wiederholt werden, um sicherzugehen, dass Profilbilder nicht gestohlen sind. Ein Tool dafür ist Tineye.


Nutze Reverse Video Search
wie oben, indem du Screenshots der Videos mit Hilfe der Reverse Image Search verifiziert

Inhalt

Passt der Inhalt des Artikels/der Nachricht zur Überschrift?

Berichten verlässliche Medien über das Thema und tun sie dies mit ähnlichem Fazit?
Auf der sicheren Seite bist du, wenn du Abgleiche mit öffentlich-rechtlichen Medien machst.


Wurde der Artikel/Text bereits von Fact-Checking Organisationen wie Correctiv oder Faktenfinder aufgegriffen und berichtigt?

Online-Präsenz

Achte auf die URLs. Manche Webseiten imitieren bereits bekannte Medien. Beispiel: ABCnews.com vs. ABCnews.com.co


Bei Artikeln: Achte auf die Qualität des Logos und Designs des Mediums.

Eigentümer*innen

Achte auf die Besitzer*innen und Geldgeber*innen der Webseite des Mediums mit dem betreffenden Artikel. Gibt es einen Verdacht auf staatliche Einflüsse oder starken politischen Bias?

Recherchiere die Quelle des Artikels/Textes. Ist es ein*e bekannte*r Journalist*in, Autor*in? Ist es eine Person, die du persönlich kennst? Kannst du im Falle einer weitergeleiteten Nachricht die Weiterleitungskette nachvollziehen?

Zitate

Schau dir die Zitate im Artikel/Text an. Wer hat diese geäußert? Handelt es sich um Expert*innen auf dem speziellen Gebiet? Wurden die Zitate woanders aufgegriffen und womöglich in einem anderen Kontext gebraucht?

Vergleiche die Aussagen mit öffentlich zugänglichen Studien und anerkannten Expert*innen im jeweiligen Gebiet.


Untersuche, ob es Zitaten von mehreren Expert*innen gibt und ob unterschiedliche Sichtweisen beleuchtet werden.

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Mache hier den digitalen Nachrichtentest der Stiftung Neue Verantwortung.